Mehr Leistung im AutoStore beginnt im Behälter
Automatisierte Kleinteilelagersysteme wie AutoStore, Kardex, Dematic oder Swisslog revolutionieren die Intralogistik – durch maximale Flächennutzung, hohe Geschwindigkeit und hohe Systemverfügbarkeit. Was dabei oft unterschätzt wird: Nicht nur die Lagertechnik selbst, sondern auch die Organisation innerhalb der Behälter entscheidet maßgeblich über Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit.
Trenner, Inlays und modulare Verpackungslösungen sind keine Nebensache, sondern zentrale Enabler automatisierter Lager. Erst das Zusammenspiel aus Systemtechnik und intelligenter Behälterorganisation erschließt das volle Potenzial moderner Intralogistik.
Verpackungsstrategien im Überblick
Je nach Sortiment und Prozessanforderung haben sich zwei Grundansätze etabliert:
Feste Inlays und Trenneinsätze
Maßgeschneiderte Fachunterteilungen aus Wellpappe und Kunststoff erhöhen die Lagerdichte, verbessern die Kommissioniergenauigkeit und steigern die Pickleistung – insbesondere bei homogenen oder
kleinteiligen Sortimenten.
Modulare Karton- und Kunststofflösungen
Standardisierte Einsätze im Halb-, Viertel- oder Achtel-Format ermöglichen maximale Flexibilität. Die Vorsortierung bereits im Wareneingang beschleunigt Einlagerung und Kommissionierung deutlich.
Effizienz, Prozesssicherheit & Nachhaltigkeit
Passende Trenner und Inlays ermöglichen:
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höhere Lagerdichte
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schnellere Picks durch klare Fachstruktur
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weniger Fehlgriffe
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bessere Order-Konsolidierung
Praxisbeispiele zeigen: Durch Fachunterteilungen lassen sich Lagerflächen um bis zu 80 % reduzieren und Pickleistungen deutlich steigern. Strukturierte Fachsysteme erhöhen die Pick-Accuracy auf bis zu 99,9 %, reduzieren Beschädigungen und verbessern Ergonomie sowie Arbeitssicherheit. Für automatisiertes Piece-Picking sind definierte Greifpositionen oft Voraussetzung.
Wellpapp-Trenner punkten durch Recyclingfähigkeit und geringe CO₂-Bilanz, Kunststofftrenner durch hohe Lebensdauer und Wiederverwendbarkeit. Entscheidend ist das richtige Material für den jeweiligen Anwendungsfall – nicht ein dogmatisches „entweder oder“. Zusätzlich reduzieren passgenaue Verpackungslösungen Versandvolumen, Füllmaterial und Ausschuss – mit messbaren Effekten auf CO₂-Emissionen.
KPIs, die wirklich beeinflusst werden:
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Lagerdichte / Flächennutzung
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Pickleistung (Lines per Hour)
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Fehlerquote / Pick-Accuracy
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Durchlaufzeit
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Beschädigungsquote
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CO₂-Fußabdruck

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