Heben, transportieren,  absetzen –Zuverlässige Steuerung für unterbrechungsfreie Materialflüsse

PUDU T300 & T600: Transportroboter für automatisierte und effiziente Logistik

Was ist ein Transportroboter?

Ein Transportroboter ist ein autonomes oder halbautonomes Fahrzeug, das speziell für den innerbetrieblichen Transport von Materialien, Waren oder Gütern entwickelt wurde. Er bewegt sich selbstständig innerhalb von Produktionsstätten, Lagern oder Logistikzentren und übernimmt Aufgaben wie das Befördern, Abholen und Abliefern von Lasten.

Transportroboter dienen dazu, manuelle Transportaufgaben zu automatisieren, die Effizienz zu steigern und die Arbeitsbelastung für Mitarbeiter zu reduzieren. Sie können unterschiedliche Lasten und Größen transportieren, von kleinen Bauteilen bis hin zu schweren Paletten, und sind teilweise modular aufgebaut, um sich flexibel an verschiedene Einsatzszenarien anzupassen.

 

 


WAS KöNNEN TRANSPORTROBOTER?

Zeitersparnis und Entlastung: Die Anschaffung eines Transportroboters wird interessant, wenn in Innenbereichen regelmäßig Material auf gleichen Wegen zwischen festen Punkten bewegt wird. Insbesondere, wenn für diese Aufgabe Mitarbeiter abgezogen werden, die dafür ihre produktive Arbeit unterbrechen müssen.

Ein häufiger Denkfehler: „Das sind ja nur ein paar Minuten.“

Wenn Transportarbeit in der Summe spürbar Zeit frisst – also ca. 2 Stunden pro Tag oder ca. 15 % Arbeitszeit, oder 30 Transporte am Tag –kann sich ein Transportroboter durchaus rechnen.

 


Unauffällig und Beständig:  Transportroboter sind für die Zusammenarbeit mit Menschen konzipiert. Sie sind sehr gut darin, zuverlässig und konstant klar definierte Aufgaben zu übernehmen. Sie weichen Menschen und Hindernissen aus und bremsen und stoppen automatisch. Sie passen sich dabei bestehenden Abläufen an – nicht umgekehrt.

 

 

Unkomplizierte Integration: Bei der ersten Inbetriebnahme werden Umgebung und Wege einmal gemeinsam mit dem Roboter „gegangen“ damit er sich eine Karte seines Wirkungsraumes erstellen kann. Danach werden einfache Aufgaben definiert und der Roboter schrittweise in den Alltag integriert – ohne Umbau, ohne Stillstand. Einer der größten Praxis‑Vorteile der Transportroboter sind hybride Betriebsmodi in denen er zwischen vollautomatischem und manuellem Betrieb wechseln kann.


Was wird transportiert?

Branche Was transportiert wird
Automobil & Zulieferer KLT, Trays, Baugruppen
Elektronik ESD‑Boxen, Werkstückträger
Maschinenbau Vormontierte Module
Intralogistik Kartons, Kisten, Kleinbehälter
E‑Commerce Totes, Behälter, Racks
Pharma / Medtech Sterile Boxen, Chargen

Welches Modell für welche Bedürfnisse?


T300 (300kg Traglast)

MODULARE FLEXIBILITÄT

PROZESSFLEXIBILITÄT: HOCH

Typische Einsatzfälle

  • Produktionsversorgung (flexibel)
  • Routenzug‑Ersatz mit Anhänger
  • Kommissionierung mit Förderband
  • Kleine bis mittlere Lasten, hohe Prozessvielfalt

Typische Bedürfnisse

Der Roboter soll bei häufig wechselnden Prozessen verschiedene Aufgaben übernehmen:

  • Transport
  • Ziehen
  • Heben
  • automatischem Be‑/Entladen
  • Ad‑hoc‑Transporte durch manuelle Eingriffe

 

Bedienung

  • integriertes Bedien‑Display
  • Griff für manuelles Schieben (Power‑Assist‑Modus)
  • "Press to go"- Knöpfe
  • Ausgelegt für Auto‑, Semi‑Auto‑ und manuelle Eingriffe

Unterstützte Module:

  • Tablettmodul (Tray)
  • Hebevorrichtung (Lifting Module)
  • Förderbandmodul (Conveyor)
  • Zugfunktion inkl. Anhängerkupplung (Towing Module)

Spezielle Eigenschaften

  • Betrieb auch ohne zentrales Leitsystem möglich

T600 (600 kg Traglast)

TRANSPORT SCHWERER LASTEN

PROZESSFLEXIBILITÄT: MITTEL

Typische Einsatzfälle

  • Produktionslogistik
  • Materialtransport
  • Ersatz für Hubwagen oder Transportwagen
  • Schwere Lasten, lange Strecken

Typische Bedürfnisse

Schwere, sperrige oder große Lasten bewegen.

Wenige & klar definierte Transportprozesse.

  • Transport von Paletten
  • Transport von Gestellen
  • Transport von großen Boxen
  • Transport von kundenspezifischen Aufbauten
  • Ad‑hoc‑Transporte durch manuelle Eingriffe

Bedienung

  • integriertes Bedien‑Display
  • Griff für manuelles Schieben (Power‑Assist‑Modus)
  • "Press to go"- Knöpfe
  • Ausgelegt für Auto‑, Semi‑Auto‑ und manuelle Eingriffe

Spezielle Eigenschaften

  • Große, stabile Top‑Load‑Plattform
  • Ideal für kundenspezifische Aufbauten (Standard‑Module sind für dieses Modell nicht vorgesehen.)
  • Betrieb auch ohne zentrales Leitsystem möglich

T600 Underride (600 kg Traglast)

REGALE ODER RACKS AUTOMATISCH BEWEGEN

PROZESSFLEXIBILITÄT: NIEDRIG

Typische Einsatzfälle

  • Lagerautomation mit maximaler Prozessstabilität
  • E‑Commerce‑Fulfillment
  • Produktionspuffer
  • Hochverdichtete Lagerflächen
  • dunkle Lager / mannlose Schichten

Typische Bedürfnisse

  • Ganze Regale sollen verfahren werden
  • Rack‑Transport
  • Goods‑to‑Person-Konzepte
  • Sehr enger Platz
  • Hoher Automatisierungsgrad

Bedienung

Der T600 Underride ist für vollautonomen Regal‑ bzw. Rack‑Transport ausgelegt.

 

Er bekommt seine Aufträge über ein zentrales Leitsystem / Flottenmanagement. Die Aufträge  werden aus einem AMR‑Fleet‑ Manager oder aus WMS / MES / ERP an den Roboter übergeben.

 

Typischerweise erfolgt diese Kommunikation über VDA 5050 oder herstellerspezifische Schnittstellen.

 

Spezielle Eigenschaften

Der T600 Underride kann aufgrund seines flachen Chassis unter Regale fahren und diese von unten anheben.

Danach transportiert er seine Fracht zum Ziel, und setzt sie ab. 

 


AUTO / SEMI- AUTO / MANUELL mit Power AssistentDie Unterschiede bei den Betriebsarten definieren sich wie folgt:

AUTO: Roboter fährt autonom zu vordefinierten Zielen
SEMI-AUTO: Bediener löst Fahrten lokal aus
MANUELL mit Power Assistent: Roboter wird unterstützt geschoben
WAS MACHT EIN LEITSYSTEM? Über ein zentrales Leitsystem (Fleet Manager / WMS / AMR‑Controller) können folgende Vorgänge gesteuert werden:
  • Dynamische Auftrags-Verteilung
  • Planung der Routen
  • Koordinination mehrerer Roboter
  • Integration von Übergabepunkten, Aufzügen, Tore
  • Zurückmeldung von Daten an WMS/MES (z. B. via VDA 5050, einer herstellerneutralen Kommunikationsschnittstelle.)


Was macht den T300 und T600 besser als andere Lösungen?

Einfache Implementierung und Bedienung:

Bei den autonomen mobilen Robotern für den Industriebedarf (AMRs) ist die Komplexität der Bedienung bei Einrichtung und Betrieb bewusst reduziert worden. Dadurch sind die Roboter schneller einsatzbereit und benötigen weniger spezialisiertes technisches Personal.

Umfassende Automatisierungslösungen:

Mit intelligentem Multi-Roboter-Management, optimierter Aufgabenpriorisierung und -steuerung wird die Effizienz in der Material-Logistik deutlich gesteigert.

Fortschrittliche Navigation und Zuverlässigkeit:

Die Transportroboter verfügen über hochentwickelte Navigations- und Kartierungstechnologien, die eine präzise und sichere Bewegung auch in komplexen und dynamischen Umgebungen ermöglichen.

 

Zuverlässigkeit:

 Transportroboter sorgen zuverlässig für einen stabilen und unterbrechungsfreien Betrieb, was besonders in anspruchsvollen industriellen und logistischen Anwendungen wichtig ist.

Was bringt ein Transportroboter Ihrem Unternehmen?

Effizienzsteigerung:

Durch die Automatisierung von Materialtransporten reduzieren Transportroboter manuelle Arbeitsprozesse und ermöglichen eine kontinuierliche Versorgung von Produktions- und Logistikbereichen. Dies führt zu kürzeren Durchlaufzeiten und einer höheren Auslastung der Anlagen.

Qualitätsverbesserung:

Transportroboter reduzieren Fehler und Transportschäden, was Materialverluste minimiert und Korrekturen verringert.

Flexibilität und Skalierbarkeit:

Dank modularer Aufbauten und intelligenter Steuerung passen sich die Transportroboter flexibel an wechselnde Anforderungen und unterschiedliche Einsatzszenarien an. Sie lassen sich einfach in bestehende Systeme integrieren und bei Bedarf skalieren.

Sicherheit & Arbeitsschutz:

Mit moderner Sensorik und Sicherheitsstandards (z. B. ISO 3691-4) gewährleisten die Roboter einen sicheren Betrieb. Dies reduziert Unfallrisiken und sorgt für einen reibungslosen Materialfluss.

 

Transportroboter können repetitive (sich wiederholende) und körperlich belastende Transportaufgaben übernehmen.

 



Typische Einsatzgebiete


Automobilindustrie: Automatisierter Transport von Bauteilen und Komponenten direkt an die Montagelinien, um Just-in-Time-Produktion zu unterstützen und Produktionsunterbrechungen zu minimieren.
Lebensmittelindustrie: Hygienischer Transport von verpackten Lebensmitteln und Küchenutensilien zwischen Lager, Produktion und Ausgabestellen, um Kontaminationen zu vermeiden.
Elektronikfertigung: Präziser Materialnachschub und Bauteiltransport in Reinräumen und sensiblen Produktionsbereichen, um Qualitätsstandards einzuhalten.

Flughäfen und Bahnhöfe: Unterstützung bei der Beförderung von Gepäck, Post und Versorgungsgütern, um den Betrieb effizienter zu gestalten.

Lager und Logistikzentren: Effiziente Warenbewegung zwischen Lagerplätzen, Kommissionierstationen und Versandbereichen, um Durchlaufzeiten zu verkürzen und manuelle Laufwege zu reduzieren.

Pharmazeutische Industrie und Kliniken: Sicherer und nachvollziehbarer Transport von Medikamenten, Laborproben und medizinischem Material innerhalb von Krankenhäusern und Laboren.
Einzelhandel und E-Commerce: Automatisierte Warenverteilung und Nachschub in Lagern und Verteilzentren, um schnelle Lieferzeiten zu gewährleisten.

Rentabilität einer Investition in Transportroboter

Die Rentabilität einer Investition in Transportroboter hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Anschaffungskosten, Einsparungen bei Personal- und Betriebskosten sowie Effizienzsteigerungen im Materialfluss. Studien und Praxisbeispiele zeigen, dass der Return on Investment (ROI) bei Transportrobotern oft innerhalb weniger Jahre erreicht wird, teilweise schon nach 1 bis 3 Jahren, abhängig von der Einsatzintensität und dem Automatisierungsgrad.